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Spanischer Hip Hop
 1. Die Anfänge 2. Graffiti 3. Die Medien 4. Die ersten Veröffentlichungen 5. Der Beginn des neuen spanischen Hip Hop
Die Anfänge
http://www.iespana.es/lalaw/hiphop.html
Das erste wichtige Ereignis für das Phänomen Hip Hop in Spanien waren die Filme Beat Street (84) und Breakdance (84), sowie dessen Nachfolger Electric Boogaaloo (85). Die Ausstrahlung dieser Filme, sowie der Einfluss der jungen farbigen Amerikaner, die in Spanien leben, waren der Anfang einer Tanz- und Kleidermode. Dieser Tanzstil kam wesentlich früher als andere Erscheinungen des Hip Hop. Mitte der 80 konnte man häufig das Zusammenkommen von Breakdancern beobachten, die gemeinsam Funk- und Discomusik hörten. Zur Ästhetik gehörten Turnschuhe, mit nach aussen hängenden Zungen und breiten Schuhbändern, Trainingsanzüge, Handschuhe, etc. In Städten wie Barcelona waren die universitären Zonen der gewöhnliche Ort für die Treffen der Breaker, an denen Zeitschrifen, Tapes und Videos ausgetauscht wurden. In diesen ersten Tagen redeten die wenigsten von Rap oder Hip Hop, man sprach lediglich von Break. Auch wenn ich die Lieder gehört hatte, erfuhr ich erst vom Hip Hop, als ich mit den Schwarzen aus Torrejón sprach. (Frank T)
Einige wenige gut informierte brachten von ihren Reisen oder dank Kontakten im Ausland, Tapes mit den Sounds, die in den USA zu hören waren, nach Spanien. Man begann die Musik von Musikern wie Run DMC, Grandmaster Flash, L.L. Cool J, Kurtis Blow u.a. kennenzulernen. In Madrid war die Zone der Breaker das Viertel Nuevos Ministerios. Hier traf sich die Jugend aus den verschiedenen Stadtteilen, um sich gegenseitig ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu demonstrieren. Sonia, eine der Verantwortlichen des Labels Zona Bruta erinnert sich so an diese Zeit: In Nuevos Ministerios gab es, bevor es Break gab, die Rollerskate Mode. Plötzlich konnte man jeden Samstag beobachten, wie jedes mal weniger mit Rollschuhen und mehr mit Turnschuhen kamen. Die Leute fingen zum Tanzen an, bis irgendwann der Moment kam, wo der ganze Platz von oben bis unten voll mit Leuten war, die Breakdance machten und es kamen sogar einige Väter mit ihren Söhnen, um dieses Schauspiel zu beobachten. Man begann das Feeling dieser Bewegung zu spüren. Was man dort lebte, war ein Ambiente mit viel Zusammengehörigkeit, eine sehr gesunde Szene. Ausserdem gab es viele Zigeuner und das waren die, die am besten tanzten. Eine andere Sache, die auch in dieser Zeit in Nuevos Ministerios begann, war die Selbstbestätigung, die man auf sehr angenehme Weise praktizierte. Die Angeberei begann sich zu entwickeln, man war zuerst mal gar niemand, aber wenn man dorthin ging, war man jemand, man gehörte zu einer Gruppe, und war schon irgendwo mit dem Hip Hop verbunden. Frank T erklärt die Zeit aus seinem Blickwinkel so: Für mich war diese Szene sehr mit Musik verbunden, und weit mehr als verschiedene Bewegungen aus den unterschiedlichen Barrios. Es wäre logischer gewesen, ein DJ oder Produzent, als ein Rapper zu werden.
Künstler
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