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   Al Andaluz Project / L´Ham de Foc / Estampie: Deus et Diabolus
Preis: 17.95 €
Kat-Nr.: GMC026
Format: CD
Lieferbar bis 01.10.2014
  

VÖ Datum: 26.10.07

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Sigrid Hausen: Gesang / canto / vocals, Blockflöte / flauta dulce / flute
Mara Aranda: Gesang / canto / vocals
Iman al Kandoussi: Gesang / canto / vocals
Michael Popp: Ud, Saz, Fidel
Ernst Schwindl: Drehleier / zanfona / hurdy-gurdy, Nyckelharpa
Efren López: Ud, Saz, Rabab, Drehleier / zanfona / hurdy-gurdy
Aziz Samsaoui: Quanun
Sascha Gotowtschikow: Percussion / percusión
Diego López: Percussion / percusión

Die Entstehung des Projekts Al Andaluz

Die Umsetzung dieser Idee ist die Geschichte des Zusammentreffens zweier musikalischer Formationen. Immer wieder hat Michael Popp, der musikalische Leiter der in der Mittelaltermusikszene für Innovation und Qualität bekannten Formation Estampie, seine Kritik am substanzlosen akademischen Durchexerzieren vermeintlich authentischer Aufführungspraxis oder mittelalterlichem Klamauk und Kommerz öffentlich in Interviews kundgetan. Nach einem Auftritt überreichte ihm ein Zuhörer eine CD mit den Worten: "Das wird wohl vor Ihrem kritischen Ohr bestehen können ...". Die Aufnahme stammte von der aus Valencia (Spanien) stammenden Gruppe L´Ham de Foc, die sich in der internationalen Weltmusikszene durch ihre eigenständige Mischung aus mediterraner, orientalischer und mittelalterlichen Musik einen Namen gemacht hat. Mit ihrem auf sephardische Musik fokussierten Nebenprojekt Amán Amán gastierte die Band nur wenige Wochen später in München, der Heimat Estampies. Michael Popp, von der Aufnahme begeistert, nützte die Gelegenheit und sprach die spanischen Musiker nach dem Konzert auf ein gemeinsames Projekt hin an. Schnell entdeckte man sich als musikalisch und auch menschlich Gleichgesinnte und die Arbeit kam bei mehrmaligen gegenseitigen Besuchen in Valencia und München rasch voran.

Es handelte sich in jeder Hinsicht um eine fruchtbare Begegnung, musikalische Erfahrungen wurden ausgetauscht und es entstanden völlig neue, gemeinsame Ideen. Das Ergebnis dieser Kooperation, das "Al Andaluz Project" war als Uraufführung am 15. Juli 2006 anlässlich der Landshuter Hofmusiktage und als Live-Mitschnitt im Bayrischen Rundfunk zu hören und liegt nun in einer Aufnahme, die im November 2006 in dem mittelalterlichen Dominikanerkloster La Cartuja in der Nähe von Sevilla entstanden ist, auf CD vor.

Die Begegnung der drei bestimmenden Kulturen des Mittelalters - moslemischer, jüdischer und christlicher Ausprägung - hat bis zum heutigen Tag nichts an Faszination und Brisanz verloren und spiegelt sich im Al Andaluz Project auch in der Zusammensetzung der Musiker wieder. Gerade in letzter Zeit wird wegen gewaltbereiter fundamentalistischer Strömungen innerhalb und außerhalb der jeweiligen Religionen in der Öffentlichkeit viel diskutiert, leider nicht immer mit der notwendigen Sachkenntnis, was wiederum aus der Unkenntnis der historischen Zusammenhänge resultiert.

Der Reichtum an musikalischer Literatur ist dabei schier unglaublich. Es handelt sich um Musik, die in manchen Gegenden noch heute lebendige Tradition ist. Gerade im musikalischen Bereich koexistierten diese drei Kulturen während einiger Jahrhunderte friedlich nebeneinander und gaben damit ein leuchtendes Beispiel für die Möglichkeit eines sich gegenseitig befruchtenden Miteinanders.

Al Andaluz

Al Andaluz (auch Al-Ándalus) ist der Name, mit dem die omaijadischen Eroberer die iberische Halbinsel bedachten. Das maurisch regierte Spanien war bekannt für Toleranz, Gelehrsamkeit, Wohlstand, Handel und blühendes Kunstschaffen. Menschen muslimischer, jüdischer und christlicher Religion lebten Jahrhunderte lang miteinander und beeinflussten sich gegenseitig. Am Hof eines abendländischen Herrschers wie Alfonso X. „dem Weisen“ von Kastilien versammelten sich Philosophen, Dichter, Künstler und Musiker; eine einzigartige Verschmelzung der verschiedenen Kulturen war die Folge.

Über alle Konfessionsgrenzen hinweg wurde nach philosophischer, wissenschaftlicher und religiöser Wahrheit gesucht. Vielfalt und Ungleichartigkeit stellten dabei kein Problem dar, vielmehr war die gegenseitige Bereicherung willkommen. Das Kalifat Córdoba besaß neunhundert Bäder, Tausende von Moscheen, fließendes Wasser und gut beleuchtete Straßen. Toledo war im 11. Jahrhundert die intellektuelle Hauptstadt Europas geworden, eine christliche Stadt, in der Arabisch die Sprache der Kultur und Gelehrsamkeit blieb. Auf dem Weg über Toledo und seine Übersetzerschulen und Bibliotheken erhielt der Rest Europas Zugang zu den Werken der Antike. Bei genauerem Studium dieser Zeit bleibt der Eindruck, dass das Mittelalter in Al Andaluz in vielen Aspekten eine Zeit des Lichts und nicht der Finsternis war, und dass ein derartiges Ausmaß religiöser und kultureller Verschmelzung in der Folgezeit nie wieder erreicht wurde.

Das neu formierte Al Andaluz Project versucht diese Aspekte von Al Andaluz für die Gegenwart lebendig werden zu lassen. Im Dialog mit den alten Liedern, mit verschiedenen Sprach- und Musikkulturen entsteht ein neues musikalisches Gebilde, eine Vision von Toleranz, wie sie der andalusische Dichter Ibn al-Arabi in einem Gedicht beschrieb:

Mein Herz hat angenommen jegliche Gestalt.
Für Mönche Kloster, den Götzen Tempelbau, dem Pilgerkreis die Ka’ba,
Schrifttafeln für die Thora, Seiten dem Koran.
Wo die Karawane auch hinziehen mag, ist Liebe meine Religion.



CD 1
1  Morena (sefardí, trad.)  
2  A Virgen mui groriosa (Cantiga de Santa María)  
3  Nassam Alaina Lhawa (árabo-andalusí, trad.)  
4  Pandero (M. Aranda / E. López)  
5  De Santa María (Cantiga de Santa María, 13th century)  
6  Chamsse Lachia (nuba kudam al-maya)  
7  La galana y el mar (sefardí, trad.)  
8  Gran dereit (Cantiga de Santa María)  
9  Atiny naya - Solo Iman (árabo-andalusí, trad.)  
10  Lluna (instr., E. López)  
11  Arracha Lfatan (nuba garnati)  
12  Las suegras de ahora (sefardí, trad.)  

Rezensionen

al andaluz project!!! (yannick Derennes)
A very nice music with celtic, spanish and oriental influences. Three beautiful females voices for travelling far away in your mind and in your soul. Something near from an another magistral artist : Loreena Mac Kennitt. Enjoy!

Datum: 01.03.2008Ort: Bewertung:
Rezension zu: Al Andaluz Project: Deus et Diabolus

Durchschnittliche Bewertung:


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