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   Estampie: Best of Estampie (1986-2006)
Preis: 17.95 €
Kat-Nr.: GMC021
Format: CD
Lieferbar bis 01.12.2014
  

VÖ Datum: 07.05.07

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20 Jahre Estampie

Eine so lange Schaffensperiode verläuft nicht kontinuierlich wie ein gleichmäßig dahinfließender Strom, sondern wird von vielen Einflüssen geprägt, die sich im Verlaufe der Jahre auf das Schaffen des Ensembles ausgewirkt haben. Persönliche Veränderungen bei den Musikern und deren künstlerischer Betrachtungsweise wie auch Veränderungen der Stellung mittelalterlicher Musik im Musikleben und der Bedeutung von Musik im allgemeinen innerhalb des gesellschaftlichen Gefüges spielen dabei eine wichtige Rolle. Ich möchte diese 20 Jahre in 5 Perioden einteilen:

Die Frühphase

Angeregt durch das Studium bei Nikolaus Harnoncourt in Salzburg begannen wir uns mit mittelalterlicher Musik zu beschäftigten. Selbst innerhalb der Alten Musik spielte die Mittelaltermusik damals nur eine untergeordnete Rolle. Es gab wenige Veröffentlichungen und es war schwierig, einen adäquaten künstlerischen Zugang zu den musikalischen Quellen zu entwickeln. Gruppen wie Sequentia oder das Hilliard Ensemble waren vorwiegend vokal ausgerichtet und sehr streng bezüglich der Interpretation. Jedem Musikstück lagen umfangreiche Forschungen zugrunde, die begründeten, warum man es so und nicht anders interpretierte. Bald bildete sich ein Epigonentum, eine "Szene", die sich wegen ihrer unterschiedlichen Ansichten bezüglich der Aufführungspraxis zuweilen heftig anfeindete. Estampie hat sich nie an diesen Grabenkämpfen beteiligt und wollte schon von Beginn an einen eigenen, individuellen Weg gehen. Trotzdem klingen die frühen Werke noch relativ konventionell. Sie sind vorsichtig instrumentiert und relativ nahe am Urtext aufgeführt.

Der Aufbruch

Anfangs der 90er Jahre versuchten wir neue Wege zu gehen. Das Ludus Danielis war als Theateraufführung gedacht und sollte mit Kathak-Tänzern aufgeführt werden, was auch mit dem Düsseldorfer "Theater der Klänge" realisiert wurde. Das konzeptionelle Herangehen war weit vielschichtiger als bisher. Wir nahmen dabei in Kauf, zugunsten einer spannungsreichen und packenden Interpretation manche "Regeln" der historischen Aufführungspraxis zu übergehen, was uns viel Anerkennung vom größer werdenden Publikum, zuweilen aber auch bittere Kritik der "Hardliner" einbrachte: "This record is dangerous to your musical health. Boycot this CD!" gipfelte der Verriss eines amerikanischen Kritikers, der zwar die musikalische Qualität anerkannte, aber Verrat an der Alten Musik witterte. 1996 Jahre veröffentlichten wir Crusaders mit dem Gastsänger Alexander Veljanov. Das Ensemble wuchs von ursprünglich 3 Mitgliedern auf bis zu 10 Musikern an, was ganz andere musikalische Ergebnisse – auch mittels moderner Aufnahmetechnik - ermöglichte.

Die Experimentierphase Materia Mystica steht stellvertretend für einen Zeitraum, in dem das Mittelalter nur noch ein Teilbereich unseres musikalischen Wirkens ausmachte. Wir beschäftigten uns viel mit Theatermusik und experimentierten mit avantgardistischen Elementen und eigenen Kompositionen. Neben Materia Mystica, das szenisch aufgeführt wurde, hatten wir noch ein weiteres groß angelegtes Hildegard-von-Bingen-Projekt mit Chor und Orchester, das Ordo Virtutum, in Arbeit. Trotz einiger Anläufe ist dieses Werk jedoch nie als CD erschienen. Diese experimentellen Stücke, meist mit Tanz oder Theater, sind nach wie vor ein Standbein unserer künstlerischen Tätigkeit.

Die Trilogie

Um die Jahrtausendwende veröffentlichte Estampie drei CDs, Ondas, Fin amor und Signum, die sozusagen die Reifephase des Ensembles darstellen. Alle bisherigen Erfahrungen flossen in diese Produktionen ein. Auch wurden einige Stücke sehr frei interpretiert und kamen wohl eher Neukompositionen gleich. Diese drei CDs bilden bis heute den Grundstock des Repertoires unserer Live-Konzerte. Sie haben einen mehr oder weniger stringent durchgehaltenen konzeptionellen Rahmen; auch wurden sie sind zum Teil szenisch umgesetzt.

Die Ethno-Phase

Im Jahr 2004 begannen wir einen lang gehegten Wunsch zu realisieren: Die Einbettung unserer (mittelalterlichen) Musik in ein außereuropäisches Musikprojekt. Den Anfang machte Marco Polo. Es wirkten Musiker aus der Mongolei, Iran und Indien mit, um den Weg Marco Polos ins Reich des Dschingis Khan musikalisch nachzuzeichnen. Von diesem Projekt wurde im Juni 2004 anlässlich eines Konzertes in in Hannover eine Live-DVD aufgenommen.

Aktuell haben wir das Projekt Al Andaluz auf die Beine gestellt. Es wurde im Juli 2006 in Landshut im Rahmen des dortigen Festivals uraufgeführt und beschäftigt sich mit den drei Kulturen/Religionen des mittelalterlichen Spanien. Neben Estampie wirken Mitglieder der spanisch-arabischen Gruppen "L´ham de Foc" und "Aman Aman" mit. Die CD zu diesem Projekt wird im Sommer 2007 erscheinen.



CD 1
1  Disse mi  
2  Chanterai por mon corage  
3  Imperator rex Graecorum  
4  Quantos me creveren  
5  Palästinalied  
6  Bluomenrot  
7  Gol (Live-Aufnahme)  
8  Estampie V  
9  Voi ch´amate  
10  Al jorn  
11  A voi gente  
12  Qui sunt hi /O antiqui sancti /Aer enim volat  
13  O Fortuna  
14  Fin amor  
15  Reis glorios  
16  Numquid Dari  
17  Heu heu heu  
18  Summerwunne  


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