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VÖ Datum: 25.07.08
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„Künstler ist nicht der, der singt oder zeichnet, sondern derjenige, der aus seinem Leben Kunst macht“ Buika
Buika zieht sich in ihrem dritten Album “Niña de Fuego” aus und das Cover Bild ist dabei nur ein kleiner Teil. Buika läßt alle Hüllen fallen, die normalerweise CDs verzieren und lässt uns alleine mit ihren Gefühlen.
Für ihr vorangegangenes Album „Mi Niña Lola“ erhielt Buika den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik.
Buika hat während ihrer gesamten Karriere immer für Furore gesorgt. Sie wurde 1972 in Palma de Mallorca geboren, wo ihre aus Äquatorial-Guinea stammende Familie immer noch wohnt. Von ihrer Mutter lernte sie, die großen Stimmen des Jazz zu schätzen, während vor ihrer Haustür und im Radio die Coplas zu hören waren und in den Straßen der Flamenco erklang, der sich ihr definitiv unter die Haut eingebrannt hat.
Sie sang in Bars und Clubs auf Mallorca, nahm mehrere House Stücke auf und arbeitete mit der Artistengruppe La Fura dels Baus für “Ombra” zusammen. Im Jahr 2000 kam sie nach Las Vegas (sie erinnert sich heute nicht mehr wie und warum) und arbeitete in den Casinos als Double von Tina Turner und The Supremes und wurde von Rachelle Ferrell eingeladen im Blue Note Club zu singen.
Si zog nach Madrid und nahm ihre erste CD auf, welche die unendlichen Möglichkeiten ihres Talents aufzeigte. Im Studio standen ihr vier Produzenten zur Seite, die versuchten, ihr einen wiedererkennbaren Stil aufzuerlegen. Heute weiß man, dass es unmöglich ist, ihre Karriere als eine gerade Linie zu betrachten, aber sie öffnet ihren Mund und es ist sofort klar, dass es keine andere auch nur ähnliche Sängerin gibt.
Mit ihrer zweiten CD “Mi Niña Lola”, die von Javier Limón produziert wurde, erhielt sie großes Ansehen sowie zahlreiche Auszeichnungen wie “Beste Musikproduktion” und “Bestes Album der Canción Española” sowie den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Sie spielte auf den großen Festivals und hinterließ Kritiker, die keine geeigneten Worte mehr für ihre Auftritte fanden und ihr Publikum atemlos vor Begeisterung.
Buika verwandelt sich auf ihrem dritten Album in die “Niña de Fuego”, das Feuermädchen und Javier Limón hält dabei wieder die Zügel der Produktion in der Hand. Auf diesem Album besucht Buika wieder die Copla, beschäftigt sich das erste Mal mit der Ranchera und singt bislang unveröffentlichte Lieder aus ihrer eigenen Feder oder komponiert von Javier Limón. Ihre Lieder handeln zumeist von der Liebe oder dem Verlust der Liebe. Buika singt über ihre eigenen persönlichen Erfahrungen in Stücken, die Javier Limón speziell für sie geschrieben hat und in eigenen Texten, die in langen schlaflosen Nächten während der zahlreichen Tourneen im vergangenen Jahr entstanden sind.
Man sagt in Spanien, dass Buika Coplas singt, aber das ist nicht die Wahrheit. Buika begibt sich in das Innenleben der Coplas, lebt sie, quetscht die Worte aus, trinkt die Emotionen und schreit sie zwischen Geflüster aus.
Sie singt “La falsa moneda”, das Hand in Hand mit ihr zu gehen scheint, und niemand kann dabei ruhig sitzen bleiben. Und sie singt “La Niña de Fuego” von Quintero, León und Quiroga, den drei Herren der Copla, deren Lieder in Spanien jeder in seinem Blut hat.
“Mienteme bien” ist eine Ranchera geschrieben von Concha, in der sich Tequila, Salz und der Darm vermischen. Ohne Mariachis oder Sombreros. Buika singt, alleine, mit dem Piano von Iván “Melón” Lewis. Dieses Stück schrieb Buika in einer Nacht der Enttäuschung, als Chavela, die gerade in Madrid für ein Konzert im Teatro Albéniz angekommen war, und sie an einem warmen Nachmittag acapella “Ojos Verdes” singen hörte, entschied, sie nicht zu sich auf die Bühne einzuladen. Concha weinte, wie nur sie weinen kann... und aus ihren Tränen entstand diese Ranchera.
“Volver, volver” ist nochmals eine Ranchera, die ebenfalls keine Mariachis, sondern lediglich eine Gitarre und eine Trompete von Carlos Sarduy benötigt. Eine Ranchera allein ist nur ein Lippenbekenntnis, zwei dagegen sind ein Statement. Nach einem ersten Treffen im Oktober 2007 wurde Buika zum Festival in Guanajuato in Méxiko eingeladen. Dort traf sie nochmals mit Chavela zusammen und nach Beendigung des Konzertes erklärte sie Buika zu ihrer Erbin, ihrer “schwarzen Tochter”. Mit Volver, voler” drückt Buika ihren großen Respekt vor der Dame im roten Poncho aus.
Javier Limón komponierte “Culpa Mía” und Buika singt damit die erste Buleria auf der CD mit soviel Duende (spezieller Gesangsausdruck im Flamenco), den man in keiner Akademie der Welt erlernen kann. “Árboles de agua” mit Anklängen an die Kompositionen von Manuel de Falla singt sie so dicht wie die Gärten des Generalife (Gärten der Alhambra) und mit “No habrá nadie en el Mundo”, eine Rumba, bei der es um alles oder nichts geht.
“Volverás” ist ein Stück, das Buika bei Casa Limón hörte, und sich bei einem Konzert in Paris zu ihrem eigenem machte, indem sie ein Intro komponierte, das Teil des Stückes wurde.
“La Niebla” ist ein Stück aus der Feder von David Trueba, zu dem Buika die Musik schrieb.
“Mentirosa” ist eine Rumba die vom Verlust der Liebe handelt. Das Stück komponierte Buika während einer schlaflosen Nacht in Tokio. Die starke Hand am Schlagzeug von Horacio “el Negro” Hernández führt das Orchester, damit Conchas Stimme sich entfalten kann.
Die CD endet mit einem Duo Piano und Stimme, das wiederum Javier Limón geschrieben hat. “Hay en la luz”.
| 1 | | la falsa moneda |  | | 2 | | culpa mia |  | | 3 | | mienteme bien |  | | 4 | | la nina de fuego |  | | 5 | | arboles de agua |  | | 6 | | la niebla |  | | 7 | | no habra nadie en el mundo |  | | 8 | | volver, volver |  | | 9 | | volveras |  | | 10 | | mentirosa |  | | 11 | | hay en la luz |  |
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